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Die Wohngemeinschaft

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Nach der kurzen Anwesenheit der beiden Iren im September hatten Richard und Catherine fleißig nach neuen Backpackern gesucht. Bevor sie fündig wurden, hatten Sie zwei weitere Absagen bekommen.

Jetzt hatten sie ein Pärchen gefunden: Stefan und Veronika. Sie hatten die letzte Wahl für sich entschieden, da Stefan eine Ausbildung in Mechatronik hatte. Richard hoffte, neben Andre einen weiteren guten Mechaniker an Land gezogen zu haben. Veronika war für den Haushalt und die Kinder zuständig.

Die beiden zogen in unser kleines Heim Rockmia. Wenn man sich seine Mitbewohner nicht aussuchen kann, muss man mit dem Leben, was kommt. Während Veronika sich als liebenswürdig, freundlich und hilfsbereit entpuppte, mussten wir Stefan öfters erklären, wie man sich in einer Wohngemeinschaft verhält. Veronika beteiligte sich an der Hausarbeit, Stefan stellte seine dreckigen Teller, Töpfe und Pfannen einfach auf die Anrichte. Wir wiesen ihn darauf hin, er spülte einen Teller, eine Gabel und ein Messer. Beim zweiten Mal wurden wir deutlicher. Stefan schaute überrascht und entgegnete: „Wenn wir uns abwechseln, dann muss ich mit Veronika reden, die spült dann jeden zweiten Tag.“ Bitte?

Veronika kochte für ihn, machte seine Wäsche und trug ihm auch sonst alles hinterher. Abends wurden wir Zeuge von Streitereien: „Ich habe die Milch bezahlt, also trink die nicht“ – „Die Schokoriegel gehören mir!“ – „Du schuldest mir zwei Dollar.“

Wir trösteten uns damit, dass es schlimmer sein könnte…

 

Catherine war mit Veronikas Arbeit zufrieden. Sie kümmerte sich liebevoll um die Kinder, bereitete leckeres Essen zu und arbeitete selbstständig.

Richard hingegen zweifelte immer stärker an Stefans Fähigkeiten. Die Ausbildung hatte Stefan gerade erst beendet. In seinem Betrieb schien er immer das perfekte Werkzeug für jede Situation gehabt zu haben. Doch auf der Farm herrschen andere Bedingungen. Es gibt zwar jede Menge Werkzeug, doch oft muss man improvisieren. Stefan hatte noch nie an alten Autos oder anderen Maschinen „geschraubt“. Richard wurde von Tag zu Tag unzufriedener mit ihm. Stefan war bereit sich die Hände schmutzig zu machen, hatte jedoch kein Verständnis für alte Maschinen, hörte nicht zu und war oft arrogant.

 

Silke: „„Stefan lässt sich von Silke zeigen, wie man schraubt“, bemerkte Richard eines Nachmittags. Und das will was heißen! Alles, was ich kann, habe ich auf der Farm gelernt. Eine Ausbildung in Mechanik habe ich nicht.

Doch für mich war Stefans Inkompetenz von Vorteil. Richard traute ihm nicht zu den Mähdrescher zu fahren. Dadurch bekam ich die Chance Erfahrungen auf dem Chaser Bin und dem Mähdrescher zu sammeln.“

 



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