7000 travelers are sharing their trips daily at TripNtale, shouldn't you?   Upload Photos Now! X

Die Schreie der Lämmer

Viewed: 201  

Bevor unsere Reise durch Australien beginnen konnte, machten wir einen Zwischenstopp auf Gungunnu. Unser Knopf wartete immer noch geduldig auf uns. Wir freuten uns, Catherine, Richard, die Kinder und Mike wiederzusehen.

 

Da Richard keine Leute fand, die ihm beim Markieren  der Lämmer helfen konnten, fragte er uns, ob wir noch eine Woche bleiben können.  

Neben allgemeiner Farmarbeit wurden während drei Tagen die Lämmer in Akkordarbeit geimpft, markiert, kastriert und um ihren Schwanz gebracht.

 

Nichts für schwache Nerven…

Nachdem die Schafe zusammengetrieben, in die Gehege gesperrt sowie Lämmer und Schafe getrennt wurden, machten wir uns bereit.

Handschuhe wurden angelegt und Geräte geprüft. Dann konnte es losgehen. 4 Stationen musste jedes Lamm durchstehen.

 

Station 1 - Andre: Das Tier wird auf das Karussell gelegt und an den Hinterbeinen „festgeschnallt“. Außerdem bekommt es die erste Impfung.

Dann wird das Karussell gedreht. Während Schaf 1 die zweite Station erreicht, wird das nächste Lamm auf das Karussell gehievt.

 

Station 2 - Silke: An dieser Station wird an einem Ohr eine Ohrmarke eingestochen, am anderen wird das Zeichen der Farm eingestanzt.

Das Karussell dreht sich.

 

Station 3 - Leon: Der Schwanz wird mit einer brennenden „Eisenschere“ abgeschnitten. Wenn alles gut geht, sind die Blutgefäße sofort verschweißt, ansonsten spritzt Blut in alle Richtungen, da die Schafe den Stummel immer noch bewegen können.

Außerdem folgen hier zwei weitere Impfungen.

Das Karussell dreht sich.

 

Station 4 - Mike: Die Haut um den Schwanz wird bis zum Fleisch weggeschnitten, um Verfilzungen und Insekteneinnistungen zu verhindern. Außerdem wird den  männlichen Exemplaren ein Gummiring um die Hoden gelegt. Der Hoden verkümmert und fällt nach ca. einem Monat ab. Dadurch wird Inzucht verhindert.

Das Karussell dreht sich und das Lamm fällt aus der Konstruktion.

 

Die letzten beiden Stationen verhindern, dass Fliegen und andere Insekten die Tiere befallen. Richard  kommentierte die Prozedur mit der Aussage: „Es ist halt das kleinere von 2 Übeln.“ Da jedes Lamm die Prozedur durchlaufen muss, werden Missbildungen entdeckt. Eines der Lämmer besaß beispielsweise keinen Anus. Dadurch kann den Tieren weiteres Leid erspart werden.

 

Es ist im Allgemeinen eine recht blutige Angelegenheit und harte Arbeit. Abends waren wir geschafft, freuten uns auf eine Dusche und fielen kurze Zeit später ins Bett. Nach 7 Arbeitstagen und 1875 markierten Lämmern ging unsere Australienreise am 02. Oktober endlich los. Zumindest für sechs Wochen. Dann geht es für uns zurück zur Farm, um die Ernte mitzumachen.

 

Während der Woche in Frankland beantragten wir das Second Year Visum, das zwei Tage später bewilligt wurde.

 

 



Comments

Please Login or Sign Up to comment.

or

or


Gungunnu - Revival

Frankland, Australia



Home Service done the smart way