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Ein melancholischer Kiffer und zwei tot geglaubte Schafe

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Andre: „ „Willste auch nen Bong?“, fragte Richard mich und hielt ihn mir entgegen. „Nein danke, ich kiffe nicht, ich saufe nur!“, entgegnete ich süffisant. Richard schwebte schon wenige Minuten später auf Wolke 7 und versuchte die Kaffeemaschine zu bedienen. Plötzlich fiel ihm ein, dass da noch zwei Schafe auf ihn warteten. Während der Autofahrt philosophierte er geistesabwesend über das Planetensystem, das Weltall und die Religion. Als er versuchte den Weg anhand der Sternbilder zu finden wurde mir leicht mulmig. Dann fiel ihm wieder ein, warum wir eigentlich unterwegs waren. Zwei seiner Schafe waren ausgebüchst und bei einem anderen Farmer gelandet. Dieser, so versicherte Richard mir, behandle seine Schafe schlecht, so schlecht, dass er gar nicht wissen möchte, wie seine Schafe mittlerweile aussehen. Seine beiden Schafe, beharrte er inständig, würde er erstmal in Quarantäne stecken, für Wochen, nein, vielleicht doch besser für Monate. Währenddessen fuhr Richard beharrlich weiter. Hier und da stoppte er, zeigte zum Himmel, fand den besonders interessanten Stern doch nicht. Dann versuchte er Windrichtungen anzuzeigen, wendete den Wagen und fuhr rückwärts gegen den Zaun. Schließlich erreichten wir glücklicherweise immer noch lebend den Stall, in dem man die Schafe untergebracht hatte. Leider hatte ich keine Ahnung, wo sich der Lichtschalter befand. Richard hatte es vergessen. Wir suchten und suchten und suchten. Ah, es wurde Licht.

Unser Blick fiel auf zwei Schafe, die mehr tot als lebendig waren. Richard hatte schon beschlossen, diese auf der Stelle zu töten. Diese Schafe würden seine Herde anstecken. Kurz bevor er sein Vorhaben in die Tat umsetzen konnte entdeckte er in einem anderen Gehege zwei weitere Schafe. Ein Blick auf die Marken genügte. Seine Schafe standen quicklebendig im zweiten Gehege.

Der Rückweg verlief um einiges schneller. Die Wirkung der Droge schien nachzulassen. Auf der Farm angekommen fuhr er direkt zum Wohnhaus.

Irritiert schaute ich ihn an: „Lässt du die Schafe über Nacht auf der Ladefläche?“ „Ö, Ö, nein.“



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