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Anekdoten

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Teil 1: Orientierungslos in Gungunnu

Dienstagmorgen, 8:10, mitten im australischen Nirgendwo, in der Nähe eines kleinen Ortes namens Frankland.

Zwei Belgier beginnen ihren Arbeitstag. Gemeinsam steigen sie in den Landcruiser. Der 28-jaehrige Fahrer weiß genau wohin, er möchte: Old Wilgie Hill. Dort stehen der Seeder und die beiden Lkws. Über die Strasse ist das Paddock schnell zu erreichen, doch der junge Belgier wählt den Weg durch die Felder. Nach einigen Minuten ist das erste Feld durchquert, die Sicht ist klar, in der Ferne lichten sich die letzten Nebelschwaden. Eine Rechtskurve noch und schon müsste das Gatter auftauchen. Dies ist jedoch nicht der Fall. Nach drei weiteren Bäumen wird die Karte ausgepackt. Doch das Gatter taucht nicht auf. Nach weiteren erfolglosen Versuchen wird der Plan an die Beifahrerin weitergegeben. Doch diese hat erst recht keine Ahnung, wo sie sich befinden. Die Karte wird gedreht und gewendet. Nichts, kein Ergebnis. In der Ferne taucht die Verbindungsstrasse nach Frankland auf. Diese müsste eigentlich ganz woanders liegen. Zumindest ist es ein erster Anhaltspunkt zwischen gesäten und ungesäten Feldern. Die Verzweiflung steigt. Dann plötzlich und unerwartet taucht in der Ferne ein Zaun auf. Es ist zwar nicht das erwartete Gatter, aber mit ein paar Handgriffen kann der Zaun geöffnet werden. Der Durchgang ist offen. Ist es das richtige Feld?

8:30 Uhr, der Seeder ist in Sichtweite.

 

Teil 2: In Australien regnet’s Öl!

8:35 Uhr, Old Wilgie Hill

Der erste LKW steht im rechten Winkel Box. Der Auger, ein langes Eisenrohr mit einer Spindel, um Dünger und Saatgut in die Box zu befördern, ist in Position. Langsam hebt sich die Ladefläche des Lkws und der trockene Dünger rieselt in den Behälter. Die Spindel im Auger ist noch im Traumland, denk nicht daran sich zu bewegen. Der junge Belgier ist stinksauer, schmeißt Hammer durch die Gegend. Aber es hilft nichts. Der Auger steht immer noch still. Der Dünger wird per Hand aus der Spindel geschaufelt. Der Auger erwacht aus seinem Schlaf. Die Belgierin ist mittlerweile in der Kabine des Traktors und nimmt eine Einstellung vor. Der Blick nach hinten verrät ihr, dass etwas nicht in Ordnung ist. In einer hohen Fontäne spritzt Öl aus dem Auger und rieselt langsam in feinen Tropfen auf ihren Kollegen nieder. Schreien bringt nichts. Die Maschinen sind zu laut. Schnell springt sie vom Traktor eilt zu ihrem Kollegen, der im herabrieselnden Öl steht und  konzentriert versucht den Auger zu bedienen. „Stopp, Stopp, ausschalten, da kommt Wasser“, schreit sie. In der Aufregung ist ihr das mit dem Öl entfallen. Der Belgier ist nicht Diskussionsstimmung. Verärgert schaut er sie an. „Ja, es regnet“, ist das einzige, was er dazu zu sagen hat. Erst nach einem Blick nach oben fällt ihm auf, dass der angebliche Regen aus der Ölleitung kommt, die sich durch die Verstopfung gelöst hat. Irren ist männ(sch)lich!



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Gungunnu - Seeding

Frankland, Australia



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