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Gungunnu

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Die Farm Gungunnu liegt 30 km von Frankland entfernt.

 

5000 ha Land gehören zur Farm, von denen 3000 ha bebaubar sind. Auf den übrigen 2000 ha befinden sich Waldflächen, in Australien als „Busch“ bezeichnet.

Um konkurrenzfähig zu bleiben wurden weitere 3000 ha von der Nachbarfarm gepachtet. Angebaut werden Raps, Weizen und Hopfen.

Zudem besitzen Richard und Catherine ungefähr 3000 Schafe, die vorwiegend wegen ihrer Wolle gehalten werden.

 

Andre: „Mikes Worte liegen mir immer noch in den Ohren: „Das hier ist der Workshop, es sieht im Moment ein Bisschen unordentlich aus, aber das ist nicht immer so!“ Dabei zeigte er auf einen halbseitig offenen Blechschuppen mit Betonboden. Das Werkzeug lag verteilt in allen Ecken, auf der Werkbank häuften sich zerlegte Maschinen. Alte, verrostete Schmuckstücke quollen aus den Regalen. Ein wildes Durcheinander, alles überzogen von einer dicken Staubschicht. Mittendrin, fast hatte ich sie übersehen, stand die nagelneue Werkzeugkiste. Hier sollte ich also arbeiten. Da ich weder Mike, noch Richard enttäuschen wollte, stellte ich nüchtern fest: „Ich hab schon Schlimmeres gesehen.“

Seit dem Tag lernte ich den Farmalltag kennen. Neben gelegentlicher Schafsarbeit erhielt ich alle möglichen und unmöglichen Reparaturaufträge. Richard besitzt neben einigen neuen Maschinen eine Fülle an alten Traktoren, Lkws und Anhängern. Hatte ich eine Maschine repariert, versagte die nächste ihren Dienst. Einige der alten Fahrzeuge standen seit Jahren in der Ecke. Oft musste nur ein Verschleißteil ersetzt werden. Bisher hatte  meist die Zeit gefehlt. Jetzt, da Richard eine Arbeitskraft mehr hatte, konnten auch diese Arbeiten erledigt werden.“

 

 

Silke: „In der ersten Woche half ich Catherine im  Haushalt, passte auf Baby William auf, ölte die Veranda, strich das Bushäuschen und erledigte alle anderen anfallenden Arbeiten rund um Haus und Garten.

Catherine fand  noch ein paar Stunden Arbeit auf einer anderen Farm. Der erste Arbeitstag auf der zweiten Farn verlief gut. Als ich Felicity und John von meiner Situation erzählte, griff John sofort zum Telefon und rief im Werkzeugladen in Frankland an. Dort konnte ich mich  nachmittags vorstellen und hatte nach wenigen Minuten meinen dritten Job. Zurück auf der Farm, hatte Catherine einen neuen Nannyjob gefunden. Mein Stundenplan war innerhalb von einer Woche prall gefüllt. Die Frage nach dem Auto wurde auch schnell geklärt. Wir bekamen eines der Farmautos gestellt, mit dem wir zwischen Rockmia und Gungunnu pendelten, das ich zu meinen zahlreichen Jobs benutzte, mit dem wir einkaufen gingen und zum Sightseeing.“

An den Wochenenden arbeite ich zusammen mit André. An den Tagen durfte ich auch schweißen, flexen, Traktor und Bobcat fahren. An einem Wochenende gossen wir Betonstelzen und verlegten eine Pipeline, an einem anderen reparierten wir einen der alten LKWs. Für mich war alles neu und oft hatte ich überhaupt keine Ahnung, was ich da gerade tat und wie dieses oder jenes Gerät zu bedienen ist. Andre hat zum Glück viel Geduld und wurde nicht müde, mir Erklärungen zu geben und alles zu zeigen.“

 

Wir konnten (und können) uns nicht vorstellen unser Leben lang auf einer Farm zu arbeiten. Doch wir machten Erfahrungen, die uns in Belgien verwehrt geblieben wären.

 

Während der ersten beiden Monate arbeiteten wir oft sieben Tage in der Woche. Jede zweite Woche gingen wir in einer der nähergelegenen Städte einkaufen. Wir suchten uns immer eine andere aus, um so viel wie möglich von der Umgebung zu erkunden. Eine dieser Städte war Manjinup. Dort steht ein 52 m hoher Baum mit eingehauenen Eisenstangen, an denen man hochklettern kann.

Selten besuchten wir an den Wochenenden den Pub in Frankland, lernten dort aber schnell einige der Dorfbewohner kennen. Daraufhin wurden wir zu öfter zu Geburtstagsfeiern eingeladen. Wer wir waren und wo wir arbeiteten hatte sich schnell herumgesprochen.

 

An den wenigen freien Tagen mangelte es nicht an Beschäftigung. Hatten wir nichts Besseres zu tun, konnten wir über unsere Einkäufe nachdenken. Einkaufslisten sind im Outback wichtiger als in Städten. Bloß nichts vergessen, es gibt ja keinen Shop um die Ecke und in Frankland ist alles teuer.

In den farmeigenen Damms, den Wasserlöchern für die Schafe, gibt es Yebbies (Flusskrebse), die wir manchmal fingen. Dann gab es zum Abendessen ein leckeres Thaicurry.

An freien Wochenenden machten wir mit den Crossmotorrädern Touren über das Farmgelände. Auf 5000 ha gibt es schließlich genug zu erkunden.



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Die Farm Gungunnu

Frankland, Australia



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