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Aller Anfang ist schwer

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Drei Tage nach Richards Anruf nahmen wir den Bus nach Albany. Da die Stadt auf dem Weg nach Perth liegt, hätten wir nach Perth weiterfahren können, wäre der Job nicht passend gewesen.

 

In Albany angekommen erwartete Catherine, die Farmerin, uns bereits. Mit ihrem jüngsten Sohn William auf dem Arm kam sie uns entgegen und stellte sich vor. Nachdem wir unsere Rucksäcke ins Auto gelegt hatten, fragte sie uns, ob wir Einiges einkaufen wollen. Sie erklärte uns, dass die Farm mitten im Nichts liegt. Wir gingen davon aus, dass Kost und Logie inbegriffen ist. Weiter waren noch nicht klar, ob wir auf der Farm bleiben würden. Unser Gepäck sollte demnach vorerst so leicht wie möglich bleiben. Wir lehnten das Angebot dankend ab.

 

Silke: „Nach gut 1,5 Stunden erreichten wir  die Farm Gungunnu. Schnell stellte sich heraus, dass es nur Andre auf der Farm arbeiten sollte. Es gäbe ja viele Kinder in der Gegend, hier und da Babysitten wäre schon drin und in der Schule könnte ich ja auch ein Bisschen arbeiten, oder zumindest mal nachfragen… Es würde sich schon irgendetwas ergeben. Es war einfach niederschmetternd und enttäuschend. Von Backpackern hatten sie auch keine Ahnung, was die so verdienen müssen, welche Bedingungen wir mit unserem Visum haben, etc. Da wir kein Auto hatten war auch nicht geklärt, wie ich die umliegenden Jobs überhaupt erreichen sollte (wir sind ja mitten im Nirgendwo!). Die nächste Farm liegt 10 km entfernt, das nächste Dorf 30.

Das einzige Erfreuliche war  unsere Unterkunft. Uns wurde ein Haus gestellt, das fünf  km von der Farm entfernt liegt. Von dessen Größe und Geräumigkeit waren wir begeistert. Drei Schlafzimmern, zwei Badezimmer, davon eines mit Whirlpool, Küche, Wohnzimmer, zwei Verandas, Billardraum und Garten standen uns zur freien Verfügung.

Doch abgesehen von unserer Unterkunft sah es schlecht aus! Wir brauchten beide einen Job und mitten im Outback würde ich mich ohne Arbeit zu Tode langweilen. Meilenweit gab es nichts außer Feldern, Schafen und Bäumen.“

 

Andre; „Wir waren beide ziemlich enttäuscht und wollten uns erst einmal in Ruhe unterhalten. Dabei trafen wir Mike, Richards Mitarbeite. Er munterte uns auf. In der Gegend gäbe es jede Menge Jobs, Richard und Catherine wären korrekt und zahlen pünktlich. Außerdem war er zuversichtlich, dass wir, was das Auto betrifft, eine Lösung finden würden. Für den Notfall bot er uns sein Auto an. Auf der Farm stände ohnehin genug fahrbarer Untersatz herum (3 Autos, 2 Mopeds, Traktoren, Bagger, …), irgendetwas würde sich schon finden.

Ein wenig zuversichtlicher entschieden wir uns erstmal zu bleiben. Wir stellten die Bedingung, dass wir wieder gehen können, falls Silke hier nichts findet. Das fanden die Farmer fair und suchten direkt nach Lösungen. Plötzlich war zumindest für die erste Woche genug Arbeit da.“

 

Die erste Nacht verbrachten wir im Gästezimmer des Hauptwohnhauses. Am nächsten Morgen putzten wir das Haus und richteten es ein. Die spärliche Einrichtung mussten wir uns auf der Farm zusammen suchen. Abends zogen wir mit Sack und Pack in unsere eigene kleine Farm namens „ROCKMIA“  ein.

 

Da wir dankend abgelehnt haben, als Catherine uns in Albany angeboten hatte, einkaufen zu gehen, bestand unser Vorrat nur noch aus Salz, Pfeffer und Tütensuppen… Ach ja, und zwei Möhren!

Also ging’s am Samstagmorgen 70 km querfeldein nach Kojonup, die nächstgelegene Stadt mit annährend normalen Preisen.



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Die Farm Gungunnu

Frankland, Australia



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