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70. Tag der Reise - North Shore

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Da ich hier auf Oahu kein Auto gemietet habe, mache ich heute eine geführte Busfahrt zur Nordküste. Am meisten interessiert mich wieder einmal ein Tempel, ein buddhistischer.

Der erste Haltepunkt der Fahrt ist am ‚Byodo-In Temple‘, im ‚Valley of the Temples Memorial Park‘. Der Tempel ist erst 1968 vollkommen ohne einen einzigen Nagel gebaut worden, ist aber eine originalgetreue Kopie eines 900 Jahre alten Tempels in der Nähe von Tokio. Der Byodo-In Tempel hier ist zu Ehren der ersten japanischen Einwanderer um 1800 herum errichtet worden. Der Buddha im Tempel ist der größte handgeschmiedete Buddha seit uralten Zeiten. Die Form des Tempels soll an einen Kranich erinnern, der seine Flügel auf Steinen bettet. Das gefällt mir wieder einmal sehr.

Am Schluss der Fahrt halten wir an der Dole Plantage. Hier auf Hawaii wird Ananas angebaut. Die Plantage ist ziemlich groß, war früher aber noch viel größer. Ich genieße ein Ananas-Eis und bin über die Ananaspflanze sehr erstaunt. Denn wie wächst die Ananas? Kann ich sie wie eine Karotte ernten? Mitten in dem erklärenden Garten steht ein Mast mit vielen Entfernungsangaben: New York etwa 5000 Meilen, Tokio nur etwa 4000 Meilen. Jetzt weiß ich auch, warum hier so viel japanische Touristen sind. München etwa 8000 Meilen. Da weiß ich aber noch nicht in welche Richtung das gemessen ist. Ich glaube über New York. Und wie wächst die Ananas? Die Ananas stammt vermutlich aus Paraguay, der Name aus einer der Stammessprachen und bedeutet ‚exzellente Frucht‘. Eine Ananaspflanze kann nacheinander drei Früchte hervorbringen. Die erst nach eineinhalb Jahren, die anderen nach je acht Monaten. Dann ist sie hin. Die Ananas wächst an einem Stiel, der aus der Mitte der Pflanze kommt. Der Stiel ist ziemlich kräftig. Er biegt sich erst, wenn die Ananas schon ziemlich groß ist. Die Ananasfrucht befindet sich, wenn sie noch nicht zu schwer ist, etwa in Tischhöhe. Ihre Ausrichtung ist auch genau wie auf einem Tisch. Der Stiel kommt sozusagen von unten. Eine Ananas kostet hier etwa 5 Dollar.

Eine Information unseres Guides finde ich noch sehr interessant. Innerhalb von zwei Wochen wäre Hawaii ohne Lebensmittel, wenn die Schiffverbindungen zum amerikanischen Festland abbrechen würden. Es leben ungefähr 1,3 Mio. Menschen auf allen Inseln zusammen, davon allein mindestens die Hälfte in Honolulu. Auf Kauai leben insgesamt nur 58 000. Früher, zur Zeit der Könige, konnten 500 000 Menschen autark ernährt werden. Der Großteil der Energieversorgung erfolgt durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, obwohl hier Sonne, Wind und Wellen in Massen vorhanden sind. Das sind die modernen Vereinigten Staaten von Amerika. Da geht es wohl gewaltig bergab. Übrigens wird unsere deutsche Entscheidung zur Atomkraft und unser Umgang mit Solarenergie hier sehr gelobt. Zumindest von den Menschen, mit denen ich mich unterhalten habe.

 

Abends gehe ich zum Panda Express. Das ist eine amerikanische Kette mit chinesischen Essen. Dazu hat mir mal jemand eine nette Geschichte erzählt: George Bush Jr. war mal auf einer Regierungsreise in China. Zwischen offiziellen Terminen bekommt er Hunger und sagt zu seinen Bodyguards, dass sie ihn zum nächsten Panda Express fahren sollen ;-) Mir schmeckt es da auch ganz gut.



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Hawai'i 2011/2

Hilo, Kapaa, Honolulu, United States



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