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57. Tag der Reise - Lawai Valley

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Leider habe ich auf meine E-Mail Anfrage keine positive Antwort vom „Lawai International Center“ erhalten. Im Lawai Valley, was seit Urzeiten heilige Plätze beherbergt, befinden sich auf dem Gelände des Centers ein buddhistischer Pilgerpfad, ein Shinto Tempel und ein heiliger hawaiianischer Platz.

 

Auch wenn ich keine Antwort erhielt, habe ich das Gefühl heute dorthin fahren zu müssen. Das Center hat nur zweimal im Monat öffentlich Führungen. An anderen Tagen ist der Zutritt nur nach Verabredung möglich. Ich habe keine. Ich fahre so ungefähr eine halbe Stunde an der Südküste entlang. Es gibt keine Hinweisschilder oder Zeichen. Doch die Beschreibung aus dem Internet reicht. Ich biege vom Highway ab und fahre hinab ins Tal. Von Weitem schon kann ich sehen, dass das Tor auf ist. Ich parke und gehe hinein. Weit hinten sehe ich einen Pickup, aber keine Menschenseele. Der Hügel mit den 88 Schreinen liegt direkt vor mir. Ich finde den Anblick sehr beeindruckend. Die kleinen Schreine, jeder vielleicht 50 cm hoch, wurden ab 1904 von den ersten japanischen Einwanderern in diesen Hang gesetzt. Es wurde ein Pfad freigelegt, der an allen 88 Schreinen vorbei führt. Vorbild für diesen Pilgerweg sind 88 Tempel im japanischen Shikato. Was mich besonders bewegt, ist die Tatsache, dass diese Arbeiter damals nach einem sehr harten Arbeitstag in den Zuckerrohrplantagen, die Kraft und das Geld aufbrachten, um diesen Pfad anzulegen. An jedem kleinen Schrein wächst heute eine Orchidee. In vielen steht eine kleine Figur, liegt ein besonderer Gegenstand oder steht eine Kerze. An alle haben Besucher Geld oder andere kleine persönliche Dinge gelegt.

 

Ich gehe den Pfad vom ersten bis zum letzten Schrein ab und entdecke so viele kleine schöne Dinge und besondere Einzelheiten des Weges. Der Pfad zwingt zum langsamen Gehen, er ist sehr schmal und an manchen Stellen geht es steil bergauf oder bergab. Jeder Schrein hat eine Öffnung, eine Art kleines Tor. Äußerlich sehen sie im Wesentlichen alle gleich aus. Der letzte Schrein steht unter der Wurzel eines großen Baumes. Man kann trotzdem direkt an ihm vorbei gehen – in gebeugter Haltung. Wunderbar.

 

Als es anfängt zu regnen, weiß ich, dass meine Zeit um ist. Auch wenn ich den Tempel nicht gesehen habe, bin ich begeistert, dass das Tor auf war.



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Hawai'i 2011/2

Hilo, Kapaa, Honolulu, United States



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