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54. Tag der Reise - The Garden Island

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So schwer fiel mir noch kein Abschied auf dieser Reise. Nicht einmal von der Ranch, denn da war ich fast zwei Wochen.  Hier auf Maui war ich nur sechs Tage, das war viel zu wenig. Ein Grund noch einmal wiederzukommen.

 

Das Flugzeug ist größer als das letzte. Es passen ungefähr fünfunddreißig Personen rein. Das Cockpit ist nicht einsehbar und ein Steward ist an Bord. Zuerst fliegen wir an der Küste der Insel Molokai entlang.  Es sind viele Riffe zu sehen und unbewohnbare Küstenabschnitte. Molokai ist eine der weniger bekannten Inseln Hawaiis. Im vorletzten Jahrhundert befand sich dort eine große Leprakolonie, die heutzutage besichtigt werden kann. Später fliegen wir an Oahu vorbei und ich sehe wieder wunderbar Waikiki Beach bei Honolulu.

 

Nach einer Stunde Flug bin ich auf Kauai. Kauai, die Garteninsel. Hier ist es einfach so gut wie überall grün und es blüht immer in Sichtweite irgendwo ein Baum. Ich bin sehr gespannt auf diese Insel. Ich habe schon so viel gehört. Hier eine Geschichte, die mir ein Künstler auf Big Island erzählte: Vor ein paar Jahren wanderte er den berühmtesten Trails der Insel entlang, den Kalalau-Trail. Nach dem ersten Abschnitt stellte er fest, dass seine Schuhe kaputt waren. Es waren gute Schuhe seines Vaters. Eigentlich war es unerklärlich, warum sie überhaupt schon auseinander fielen. Da der Trail sehr anspruchsvoll ist, kann man eigentlich ohne Schuhe gar nicht weiter laufen. Natürlich auch nicht zurück, das ist ebenfalls zu gefährlich. Er lief am Strand umher und machte sich Gedanken, wie es weiter gehen solle. Plötzlich liest er in den Sand geschrieben das Wort ‚Jesus‘. Daneben auf einem größeren Stein steht ein Paar gut erhaltener Wanderschuhe in seiner Größe. Von Unglauben erfüllt fragt er auf dem angrenzenden kleinen Campingplatz, ob diese Schuhe jemandem gehören würden. Doch niemand wollte sie. So konnte Jim den zweimal elf Meilen Trail zu Ende gehen und anschließend die Schuhe zwei weitere Jahre benutzen. Er bezeichnet sich nicht gerade als gläubigen Christen. Solche Geschichten gefallen mir.

 

Die erste Überraschung erlebe ich dann auch gleich bei der Autovermietung. Nachdem der erste Wagen zu wenig Öl hatte, erhielt ich ein einen viel besseren Wagen. Bei meinem Zimmer angekommen, finde ich einen Brief vor, der mir den Weg zu einem viel größeren Zimmer oder besser einer Wohnung beschreibt, da ich auch hier ein Upgrade erhalte. Warum, weiß ich nicht. Egal. Und zu guter Letzt erlebe ich einen Sonnenuntergang der Extraklasse. Am nächsten Tag erfahre ich, dass es seit zwei Jahren keinen schöneren gab. Das ist doch ein angenehmes Ankommen, oder?



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Hawai'i 2011/2

Hilo, Kapaa, Honolulu, United States



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