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42. Tag der Reise - Hawaiian Volcano Observatory

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In der größten Stadt der Insel liegen die Lili’uokalani Gardens. Gemeint ist damit der größte japanische Garten außerhalb Japans. Er ist in dieser Frühe noch leer und alles beginnt erst zu erwachen. Brücken, Pagoden, kleinere und größere Teiche sind so arrangiert, dass eine große Weite für das Auge entsteht. Umgeben ist der Park auf einer Seite von unglaublich großen Bäumen. So etwas habe ich noch nie gesehen. Riesig. Nicht in der Höhe, sondern in der Weite der Krone riesig. Angeblich gibt es Bäume, die mehrere Häuser unter sich beschatten können. Auf der anderen Seite liegt der Park an der Uferstraße.

Doch der Garten lag nur auf meinem Weg hinauf zur ‚Saddle Road‘. Diese Straße führt zwischen zwei alten Vulkanen, die die Insel wachsen ließen hindurch zur anderen Seite der Insel. Ich fahre die halbe Strecke hinauf um zum ‚Onizuka Center for International Astronomy‘ auf über 3000 Metern Höhe zu gelangen. Weiter geht die Fahrt dort nur mit einem Jeep zu den Mauna Kea Teleskopen. Dort oben stehen die besten Teleskope der Welt. Hier ist die Sicht auf den Sternenhimmel die beste auf der nördlichen Halbkugel. Von hier erforschen Länder wie die USA, Japan und andere den Weltraum. Das hat mir alles die Angestellte im Onizuka Center erzählt. Aber auch hier wird geschaut. Leider ist es zu bewölkt als ich mich dort aufhalte. Abends werden hier große Ferngläser und kleine Teleskope aufgebaut, durch die jeder Besucher schauen kann. Das sieht man sonst nirgends live. Abends wird es hier oben ziemlich kalt. Auch jetzt am Nachmittag sind es nur um die zehn Grad Celsius. Mit ist diese Fahrt am Abend zu weit. Außerdem gibt es hier auf der Insel auf den Landstraßen und Highways absolut keine Beleuchtung. Alles absolut finster. Nur in den Orten stehen ein paar Lampen. Onizuka war ein hawaiianischer Astronaut, der auf der Challenger Mission umgekommen ist. Ihm zu Ehren trägt das Center seinen Namen.

 

Am Nachmittag passiert mir etwas sehr merkwürdiges. Ich schaue mir in einem Gewächshaus Orchideen an. Hier werden auch neue Arten gezüchtet. Ich bin nicht sehr lange drin. Als ich bereits im Auto sitze und losfahre, kommt eine Frau auf meinen Wagen zu und fragt mich nach meinem Namen. Dann sagt sie, dass meine Kredit Karte gefunden wurde. Ich bin ziemlich verdattert, da ich nicht gekauft hatte. Doch ich kann sie tatsächlich nirgends finden. Die Dame hatte zuerst in einem Bus voller Touristen gefragt und dann mich gesehen. An der Kasse war wirklich meine Kreditkarte und wartete auf mich. Ich bin ziemlich fassungslos. Da wird meine Kreditkarte gefunden, bevor ich merke, dass ich sie verloren habe. Was für ein Glück. Im Laufe der Tage begegnen mir in Gesprächen immer mehr dieser unglaublichen Geschichten.

 

Gegen vier Uhr fahre ich im Park zum Hawaiian Volcano Observatory. Dort bin ich mit Mike verabredet. Er saß im letzten Flugzeug neben mir und hat mich eingeladen vorbeizukommen. Er ist Geologe mit dem Schwerpunkt Vulkanologie und für einige Tage hier vor Ort. Das Zentrum dient der Erforschung der Vulkanaktivität mit allem was dazu gehört. Da kommt sonst niemand rein :-) Das ist nicht für Besucher geöffnet. Hier wird als erstes erkannt, ob der nächste Ausbruch bevorsteht und wie die Lava sich im Inneren der Krater bewegt. Mike zeigt mir am PC die aktuellen Messwerte und erklärt, dass die Lava gerade absinkt und deshalb das Glühen weniger wird und die Lavaströme ausbleiben. Normalerweise hört das nach ein paar Tagen auf und alles steigt wieder an. Bei extremen Schwankungen wird es dann gefährlich. Seit einigen Jahren fließt die Lava in einem unterirdischen Tunnel vom hiesigen Krater zu einem kleineren weiter östlich. Dort befinden sich zwei Lavaseen, die sich bewegen. Dieser Krater ist seit 1983 ununterbrochen aktiv. Nach diesen Erklärungen gehen wir noch hoch in den Tower, der Beobachtungsplattform der Wissenschaftler. Der liegt natürlich höher als die Ebene der Besucher draußen, hi hi. Im ganzen Gebäude sieht es ziemlich chaotisch aus. Die Büros sind vollgestopft mit Bildschirmen, Pinwänden und Papier.  Manche Räume sind vom Flur aus gar nicht zugänglich, dort befinden sich ganz empfindliche Geräte. Hier werden auch die Erderschütterungen gemessen. Im und um den Krater herum befinden sich auch an vielen Stellen Kameras und Messgeräte. Das war eine echt interessante Einladung.



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Hawai'i 2011/2

Hilo, Kapaa, Honolulu, United States



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