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34. Tag der Reise - Alcatraz Island

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Gestern habe ich mir eine Wochenkarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel gekauft. Da muss ich natürlich heute als erstes mit einem Cable Car fahren. Und es ist cool. Ich stehe auf der untersten Stufe am Ende des Wagens. Es fährt immer nur ein Wagen. Es hängt kein Anhänger oder so dran. Theoretisch könnte ich aussteigen, wann ich will, nämlich abspringen, aber das ist nicht mehr erlaubt. Die Bahn fährt sehr steil auf und ab. Da kann keine Straßenbahn lang und auch kein langer Bus oder ein LKW. Die würden alle aufliegen. Auf dieser Fahrt habe ich jetzt auch das erste Mal das Meer, den Pazifik, gesehen. Zwischendurch steige ich aus, um mir die Lombard Street anzuschauen. Das berühmte Stück der Straße schlängelt sich extrem zwischen Hecken und Blumen den Berg hinab. Autos müssen 5 m/h fahren. Lange Wagen passen gar nicht in die Kurven. Danach steige ich wieder ins Cable Car.

Am Ende der Fahrt wird der Wagen gedreht. Aber diesmal starre ich auf die Golden Gate Bridge. Da ist sie, ziemlich groß. Heute so hoch, dass die ‚Türme‘ oben in den Wolken hängen, obwohl ich selbst in der Sonne stehe. Durch die vielen Halbinseln, Buchten und das Wasser, ist das Wetter hier sehr unterschiedlich. Manchmal zieht innerhalb von Minuten Nebel auf und alles verändert sich. Ich habe es selbst erlebt. Die Temperatur sinkt rapide ab, Wind kann aufkommen und nach einer halben Stunde dreht sich alles wieder um.

Zurück fahre ich mit der ‚F Line‘. Dieses Verkehrsmittel ist eine Straßenbahn, aber auch immer nur ein Wagen. Und alle Wagen sehen anders aus, viele kommen ursprünglich auch aus anderen Städten oder auch Ländern. Alle Wagen sind alt und toll restauriert. Da macht es mir richtig Spaß rumzufahren. Und wenn so berühmte Leute mitfahren wie auf dem Foto, dann erst recht :-)

 

Anfang Juli (s. erster Eintrag) habe ich die Karten für meine Tour heute Abend online reserviert. Jetzt ist es soweit: Alcatraz. Für mich das berühmteste Gefängnis aller Zeiten. Ich habe die Abendtour gebucht, die immer auf Wochen ausverkauft ist. Selbst die Tagestouren muss man Tage vorher buchen, spontan geht nichts mehr. Ein Boot fährt uns kurz nach sechs zur Insel. Schon die Fahrt lohnt sich, da die Sonne langsam untergeht. Außerdem hat man eine super Aussicht auf die Skyline von San Francisco. Berühmt ist sie nicht gerade, aber interessant finde ich sie trotzdem.

Da meine Batterien unterwegs schlapp gemacht haben, gibt es keine Fotos vom Gefängnis.

Auf der Insel können wir nach einer kurzen geführten Außentour eine sehr gute Audiotour im Gefängnisgebäude machen und uns anschließend auf eigene Faust umsehen. Da es draußen windig und kalt ist, ziehe ich die Räume vor. Al Capone saß hier ein. Ausbruchsversuche gab es zwar, geglückt ist nur einer, vermutlich. Ich kann mir mithilfe der Beschreibungen im Kopfhörer alles sehr gut vorstellen. Das war hier kein Zuckerschlecken. Als ein ‚Aufseher‘ live die Zellentüren öffnet und wieder schließt kracht das ganz gewaltig. So wie ich mir das immer vorgestellt habe. Mir läuft ein Schauer über den Rücken. Im Freiganghof weht ein übler Wind, es ist eiskalt. Trotzdem blieben manche Insassen stundenlang draußen. Besser als in der winzigen (1,50 x 2,70 m) Zelle. Sie hat nur ein Waschbecken, ein Klo ohne Deckel und ohne Brille, ein Bett und einen winzigen Tisch mit Sitzfläche. Bei guter Führung durfte man Bücher ausleihen. Viele lasen 70 bis 100 Bücher pro Jahr. Andere malten. Eine Stunde am Tag durfte Musik gemacht werden. Manche konnten kein Instrument, haben aber trotzdem gespielt – Hilfe.



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