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8. Tag der Reise - Grand Canyon

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Die Nacht im ältesten Motel am Ort war nich‘ so toll: Harte Matratze, super dünnes Zudeckchen und laute Motorengeräusche bis weit in die Nacht. Tja, hier ist das Auto die Nummer eins. Im August findet an jedem Wochenende eine Autoschau die ganze Route 66 East statt. Autofreaks aus der ganzen USA kommen, um ihre Wagen zur Schau zu stellen. Die Wagen sind meistens alt und genial zurecht gemacht. Die meisten sind Museumsstücke. Die Farben leuchten, die Chromteile blitzen. Bereits ab morgens um 6 Uhr kommen die ersten an, stellen ihr Auto ab und fangen an zu polieren und Staub zu wischen für die große Schau. Bestimmt hundert Autos stehen nebeneinander. Ihre Inhaber sitzen auf einem Campingstuhl ganz in der Nähe und … ja … freuen sich über die Zuschauer. Die Frau mit der ich sprach kommt schon im fünften Jahr mit ihrem Mann hierher. Manche bringen ihre Wagen auf Anhängern, wohl um die Motoren zu schonen. Denn fahren können alle. Die (lauten) Motoren sind bei vielen das Wichtigste.

Die Zuschauer sind selten zu Fuß unterwegs. Die meisten cruisen an den ausgestellten Wagen vorbei. Und das haben wir natürlich auch gemacht. Fenster auf, Ellbogen raus und glotz … nein staunen.

Die Fahrt von Williams zum Grand Canyon dauert eine knappe Stunde. Und dann sind wir da und – vielleicht habe ich ihn schon zu oft auf Bildern gesehen. Es haut mich nicht um, was ich sehe. Aber beeindruckend ist es trotzdem. Riesig, tief, steil, voller Menschen. Die Wege und nicht der Canyon! Das liegt wohl auch daran, dass heute Samstag ist. Da haben wir natürlich gar nicht dran gedacht.

Wir fahren am South Rim des Grand Canyon entlang zu unserem nächsten Zielort: Cameron. Die Sonne kommt langsam durch. Bisher hat sie sich heute fast nicht gezeigt. Das war ganz gut so, mal nicht so heiß.

Am nächsten Scenic View des Canyons verschlägt es mir dann die Sprache. Plötzlich sieht alles ganz anders aus. Durch das Licht der Sonne werden Schluchten und Ecken des Canyons hervorgehoben, andere im Schatten abgeschwächt. Die Dimensionen werden durch die entstehenden Kontraste erst richtig deutlich. Unglaubliche Weiten und faszinierende Tiefen und Farben tauchen auf. Mit jeder Wolke verändert sich das Bild. Sonnenstrahlen beleuchten einzelne Talwände oder ebene Flächen. Nun ist das hier doch sowas von toll, dass ich gar nicht davon los komme.

 

 

Am Ende des Grand Canyon taucht eine wüste Ebene auf, die in ihrer Weite erschlägt. Wüste bis zum Horizont. Wahnsinn.

Mit viel Glück finden wir in Cameron in der alten Trading Post ein Zimmer. Wir hätten sonst noch anderthalb Stunden fahren müssen. Und das durch einen Sturm, der eine Menge Sand aufgewirbelt hat.



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