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7. Tag der Reise - Blue Moon Cafè

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Ich konnte gestern Abend noch Zimmer für die nächste Nacht reservieren. Das Hotel liegt etwa 80 km vor dem Grand Canyon, näher dran war schon alles ausgebucht. Aber die besondere Überraschung ist, das das Hotel jetzt an der berühmten Route 66 liegt. Die Straße führte ursprünglich von Chicago anch Los Angeles. Heute sind noch Teile befahrbar. Filme wie 'Easy Rider' trugen zur Berühmtheit bei.

“May the force be with you.” Mit diesen Worten verabschiedete uns der Kellner im Blue Moon Café im Village of Oak Creek. Gegenüber in der Village Lodge haben wir die Nacht in einem gemütlichen und günstigen Hotel im Pueblo Stil verbracht. Das Frühstück bestand aus Rührei mit Oliven, Tomaten und Pilzen, einer kleinen Schale Früchten und einem Glas Kakao und einem Teller Oatmeal. Das hat alles gut geschmeckt, auch wenn die Zusammenstellung für mich eher ungewohnt war. Auf dem Tisch stand eine kleine Auswahl an Lektüren, in denen es z.B. darum ging, wie man so tun kann, als wäre man ‚normal‘ oder wie man seine eigene schlecht Laune anderen weiter geben kann. Leider fallen mir die englischen Titel nicht mehr ein, es klang herrlich.

Zwischendurch philosophierte der Kellner über die unterschiedlichen pancake-Esser. Er selbst isst übrigens sein pancake vom zugewandten zum abgewandten Tellerrand. Ein pancake ist hier eine Art Eierkuchen, groß wie ein Essteller, aber mindestens drei Zentimeter dick. Dazwischen ist eine Schicht selbst gewählter Art: Marmelade, Ahornsirup und und und. Der Kellner, ein großer Mann mit reichlich Bauch hatte sichtlich Spaß an seiner Arbeit. Er tanzte zwischen den Tischen umher, bewegte sich manchmal wie ein Roboter oder gab seine „pancake psychology“ zum Besten. Er hatte schon Esser da, die ein Smiley auf dem Teller übrig ließen oder ein Peace-Zeichen. Am liebsten würde er ein Buch darüber schreiben.

Auf dem Herren-WC des Cafès hing ein Schild über der Toilette: „Shallow water - not diving“. So war auch der Kellner drauf. Seine Abschiedsworte haben mir gefallen :-)

 

 

Unsere Fahrt durch den grünen Oak Creek Canyon brachte uns auf die Idee einmal hinab zu steigen zum Wasser. Es war ziemlich steil, doch ein älterer Amerikaner sagte, dass das die beste Stelle zum Hinabsteigen sei. Es ging ganz gut, wir rutschten vorsichtig auf unseren Hinterteilen voran.

Unten fand ich es nicht so doll. Bis auf den Mann, der auf einem Stein im Fluss saß und sich sonnte. Er sah mir ein bisschen zu cool aus. Nach einer Weile winkte er. Ich schüchtern zurück. Noch eine Weile später kam er ans Ufer. Oberkörper frei, verspiegelte Sonnenbrille, Discman. Wir standen fast nebeneinander. Stille. Dann begann er ein Gespräch mit mir. Es stellte sich heraus, dass er hier in der Nähe wohnt und vom Stamm der Navajo (sprich: Navaho) stammt. Das ist der Name, den die Weißen dem Stamm gaben. Eigentlich heißen sie ‚The people‘ aus ihrer Sprache übersetzt. Das Wort selbst konnte ich mir leider nicht merken. Er fragte mich, ob ich schon im Wasser gewesen sei. Das war ich ‚natürlich‘ nicht, Wasser schaue ich mir lieber nur an. Daraufhin forderte er mich auf unbedingt in den Fluss zu gehen. Das Wasser wäre sauber und gut. Es würde mir Energie geben und mich reinigen. Hier wäre ein guter Ort dafür. Das Wasser wäre gut für Körper und Seele. Ich kam mir vor wie im Film „Pow-Wow Highway“. Ich ging hinein … bis zu den Knien. Es war nur am Anfang kalt. Und die großen Steine im Fluss waren noch warm von der Sonne. Hm, das fühlte sich herrlich an den Füßen an.

Am nächsten Tag kaufte ich an einem Stand an der Straße eine ‚Kachina‘ von einer Navajo. Meine Figur symbolisiert den 'Healing Dancer'.



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